Wohnanlage Alanbrooke, Wettbewerb 1.Platz
Quartier Alanbrooke-Kaserne

Unsere Leitidee entwickeln wir aus den Vorgaben des Rahmenplanes für das Quartier Alanbrooke-Kaserne. Zentrales städtebauliches Element ist eine öffentliche Achse in Nord- Südrichtung. Sie prägt als grüne Mitte das Bild des Quartiers. Verstärkt wird diese Idee durch klar angeordnete Cluster mit einer eindeutig definierten Raumkante zum Park. Mit dem Baufeld 9 bilden wir diese Raumkante zum Park mit einer massiven ruhigen Backsteinfassade ohne Vorsprünge aus, die sich wie ein schützender Mantel um den gesamten Cluster legt. Im Gegensatz zu dieser klaren Außenkante dominieren im Inneren des Clusters lebendige und kleinteilige Fassaden das Gesamtbild. Erreicht wird dies durch das Zusammenspiel aus auskragenden Balkonen, unterschiedlich großen Loggien, einem Wechsel aus Blumenkübel und halbtransparenten Balkonbrüstungen. Im Focus des Innenbereiches steht aber vor allem die intensive Bepflanzung die durch Rankgerüste an den Fassaden mit der Zeit auch das Erscheinungsbild der Gebäude wesentlich mitbestimmt. Die kompletten Holzfassaden stehen im Einklang mit dieser Fassadenbegrünung. In den großzügigen Loggien und auskragenden Balkonen sitzt man somit auch in den Obergeschossen quasi mitten im Grünen.

Der starke Kontrast des massiven Backsteins nach außen zu den weichen und warmen Natürtönen im Innenbereich verdeutlichen den Übergang zwischen dem öffentlichen Bereich und Nachbarschaftsbereich. Ein Nutzungsmix im Erdgeschoss aus Wohnungen, Café, Tagespflege etc. sorgen für eine Belebung des gesamten Innbereiches. Vielfältige Sitzmöglichkeiten vor den Eingängen und verteilt auf der gesamten Innenhoffläche sollen soziale Kontakte und nachbarschaftliche Aktivitäten fördern.

Unterschiedliche Wohnformen und Wohnungsgrößen sind über alle Häuser verteilt, um so ein nachhaltig und sozial durchmischtes Quartier mit gelebter Nachbarschaft entstehen zu lassen.