Der örtliche Kontext des Plangebietes in Xanten wird durch überwiegend zwei- bis dreigeschossige Gebäude entlang der Rheinstraße bis zur Einmündung Kapitel geprägt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden sich vorwiegend zweigeschossige Wohngebäude. Direkt angrenzend an das Plangebiet liegen die Alte Propstei sowie die Marienschule. Im Bereich Kapitel/Kapelle (Immunitätsseite) befinden sich das Stiftsarchiv, die Verwaltung, die Dombauhütte sowie der dahinterliegende St.-Viktor-Dom. Die umliegende Bebauung an Rheinstraße und Kapitel ist größtenteils durch Satteldächer geprägt.
Die neue Zentralrendantur verteilt sich auf drei Gebäude: die denkmalgeschützte Alte Propstei, die Kapelle sowie einen Neubau. Dieser Neubau fungiert nicht nur als verbindendes Element zwischen den Bestandsgebäuden, sondern bildet zugleich einen wichtigen städtebaulichen Auftakt zur Immunität. Aus dieser Bedeutung heraus orientiert sich seine Giebelseite zur Rheinstraße. Dadurch erhält das Gebäude ein eigenständiges Erscheinungsbild und setzt einen markanten städtebaulichen Akzent.
Der besondere Reiz des Ensembles liegt im Zusammenspiel der unterschiedlichen Baustile. Besonders erlebbar wird dies im Treppenhaus des Neubaus, das Geschosse verschiedener Höhen über offene Galerien miteinander verbindet.
Die Materialität wird geprägt von Sichtbeton, Backsteinoberflächen und einem mineralischen Putz, der sich wie ein Mantel über die unebenen historischen Mauerwerksflächen legt. Im Zuge der Sanierung wurden freigelegte historische Konstruktionen als Zeitzeugen erhalten, aufgearbeitet und sichtbar belassen. So ist beispielsweise in der Alten Propstei die historische Holzkonstruktion in den oberen Geschossen weiterhin erlebbar.

























